Unlängst stellten wir an dieser Stelle das Shooting faceless erotica genauer vor. Mit den Arbeiten von Sascha Pietschmann alias TribbleXxx wollen wir diese Fotoreihe nun vertiefen, euch andere Betrachtungswinkel liefern und einfach aufzeigen, dass es immer eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, ein Thema fotografisch anzugehen.
Der Künstler
Sascha Pietschmann wurde 1971 in Braunschweig geboren und ist auch heute noch in Braunschweig sesshaft, wo er hauptberuflich in der Autoindustrie arbeitet. Seine Zeit verbringt er am liebsten mit seinem Sohn und natürlich der Fotografie.
Doch auch die Musik hat es ihm angetan. Ob er sie nun selber macht und dabei in Richtung House experimentiert, sie nur hört (wobei er dann die härtere Gangart a la Metallica bevorzugt) oder einfach auf seiner E-Gitarre schrammelt. Musik gehört für ihn immer dazu.
Daneben interessiert sich TribbleXxx für Aktien und Sport – es ist halt alles ein Wettlauf.
Sein Weg zur Fotografie
Die Leidenschaft des Fotografierens steckte schon immer in Sascha Pietschmann. Seit seiner Jugend versuchte er Bilder und Motive nicht aus einem „normalen“ Winkel zu sehen. Viel mehr stand das Spielen mit den Motiven und den Perspektiven im Vordergrund, einfach um von der „normalen“ Sichtweise eines Bildes wegzukommen und den Erwartungen der Betrachter ein Schnippchen zu schlagen.
Als seinen Durchbruch bezeichnet er selbst eine Workshopteilnahme, die er zu seinem Geburtstag im Jahre 2006 geschenkt bekam. Die Art und Weise und die im Workshop erzielten Ergebnisse im Bereich Beauty-Fashion-Akt haben ihn zutiefst fasziniert und bewegten ihn dazu, weiterzumachen und dieses Hobby zu vertiefen.
Sein Wirken bezeichnet er selbst seitdem wie folgt: „Meine Arbeit zeichnet aus, dass sowohl Bild und Location niemals dem Zufall überlassen, sondern aus einer Idee geboren werden. Wenn es mir gelingt, eine Symbiose zwischen Model, Location und meiner Kameralinse herzustellen, habe ich den Moment getroffen und freue mich über das Ergebnis.“
Saschas Ziel ist, Bilder zu erschaffen, die ihn aus ästhetischen Gesichtpunkten begeistern und für sich selbst sprechen. Getreu seinem Motto: Die Idee und der Weg ist das Ziel!
“Fotografieren heißt auch, sich ständig weiterentwickeln zu müssen, andere Sichtweisen wahrzunehmen und aus Kritik zu lernen. Das war für mich nicht immer einfach, aber nur wer konstruktiv damit umgehen kann, lernt seine Defizite zu sehen."
Seine Lieblingsthemen
Thematisch ist TribbleXxx recht offen. Das Thema FacelessBodyAkt zieht sich dabei zwar immer mal wieder wie ein roter Faden durch seine Arbeiten, aber dennoch weicht er gerne von derartigen „Vorgaben“ ab und lässt sich anderweitig inspirieren. Skulpturalen Akt oder Portraitfotographie sowie Outdoorshootings in interessanten Locations zählt er ebenfalls zu seinem Portfolio.
Eine gewisse Vorliebe für die Schwarz Weiß Fotografie kann und will TribbleXxx dabei gar nicht verleugnen, hebt diese doch seiner Meinung nach gewisse Bilder noch deutlicher hervor oder verleiht dem Bild das gewisse Etwas, das Mehr an Dramatik und Ästhetik. Des Weiteren setzt er ab und an auch Weitwinkelobjektive für seine Arbeiten ein, um so unreale Formen zu erzeugen.
FacelessBodyAkt
An dem Thema der Faceless Bodies fasziniert Sascha, dass diese Bilder etwas verbergen, was dem Betrachter dann natürlich fehlt. Dies wiederum rege dessen Fantasie an und lasse das Bild interessanter aussehen, weil er verweile und sich Gedanken mache, wer die Person sein könnte. Auf den zweiten Blick sehe er dann vielleicht die Art des Bildes: dass es S/W ist, die Lichtsetzung betont wird, die Person gelenkig ist oder wie angespannt ihr Körper erscheint.
All diese Faktoren findet TribbleXxx interessant und sie führen zu den Bildern seiner Vorstellung, die er im Vorfeld in seinen Gedanken reifen lässt. Oft hat er im Zuge dessen schon vor dem eigentlichen Shooting eine klare Vorstellung davon, wie das Model sein und posen muss, um auf den Bilder so zu wirken, wie er es sich wünscht.
Bei der Lichtsetzung wiederum hat er meist eine bestimmte Idee, die es dann erst einmal live vor Ort umzusetzen gilt, sodass sie auch wirkt. Dabei arbeitet er mit bis zu vier Blitzköpfen, die er manchmal auch wirklich alle braucht.
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