Nebenstehendes Motiv des Monats März in unserem JOYclub-Kalender für das Jahr 2011 stammt aus einem Shooting für die Kettenmodehersteller Ero-Chains und wurde von dem Fotografen Tom Rider angefertigt. Ebenjenen möchten wir in diesem Portrait zu Wort kommen lassen.
Er erlaubt uns einen kleinen Einblick in sein fotografisches Schaffen, das sich vornehmlich der Konzertfotografie widmet, doch nebenher beschäftigt er sich auch mit erotischen Fotoarbeiten, bei denen er am liebsten gut aussehende Models mit besonderen Locations kombiniert.
Wir wünschen viel Spaß beim Betrachten der kleinen Werkschau von Tom Rider …
Tom Rider, Konzert- und Aktfotograf
Geboren wurde ich 1965 in Frankfurt und lebe mit Familie in der Nähe von Augsburg. Beruflich habe ich mich dem Marketing verschrieben und habe nur am Rande mit der Fotografie zu tun.
Angefangen mit einer Practica-Kamera für die Schülerzeitung habe ich mich sehr früh für die Konzertfotografie begeistert. Seit fast 25 Jahren faszinieren mich die bombastischen Lichtgewitter und die drangvolle Enge im Fotograben internationaler Musikstars.
Als Konzertfotograf im süddeutschen Raum habe ich mir einen Namen gemacht. Vieles was im Rock und Pop einen Namen hat, hatte ich bereits unter dem Motto "First 3 songs only" vor der Linse: Von AC/DC über die Rolling Stones und McCartney bis Frank Zappa habe ich in den letzten 20 Jahren die Größen des Rock- und Popbusiness fotografisch festgehalten.
Seit einigen Jahren komponiere ich darüber hinaus nebenberuflich Fine-Art-Fotos im Bereich Akt/Erotik. Gut aussehende Models gibt es viele, doch erst die Kombination mit außergewöhnlichen Locations macht den Reiz meiner textilarmen Fotos aus. Insofern sind Schlösser, Museen und Gourmetlokale die bevorzugten Hintergründe meiner aufwändig vorbereiteten Shootings. Ich bin ständig auf der Suche nach interessanten und spannenden Hintergründen. Das Besondere meiner Bilder ist sicherlich die Kombination aus edlem Ambiente und weiblichen Formen.
Studio-Aktfotos, nein danke!
Models sind es häufig gewohnt, sich im Studio auf einem Schaumstoffquader vor künstlichen Hintergründen zu präsentieren. Abbruchreife, kalte Hallen haben nur bedingten Charme für leicht bekleidete Models und selten macht es Mädchen wirklich Spaß, in verkommenen Industrieruinen zu posieren.
Aufgrund meines journalistischen Hintergrunds kann ich da anderes bieten: Meinen Fotomodellen sieht man es förmlich an, wie sie aufblühen, wenn ich sie zu einem Shooting in ein Schloss oder in ein edles Museum einlade. "Wow, wie geil sieht's denn hier aus?" sind oft die ersten Worte, wenn wir erstmals die Location betreten.
Ich fotografiere ausschließlich "on Location" - einfach weil ich die Arbeit dort spannender und abwechslungsreicher finde als in einem toll eingerichteten Studio. Wechselnde Lichtverhältnisse, ungewohnte Hintergründe und spontane Gegebenheiten machen solch ein Shooting jedes Mal zum Abenteuer.
Meine Werkzeuge sind u.a. eine Nikon D2X und einige Objektive, kombiniert mit einer Bowens-Blitzanlage und diversen Softboxen. Überbordendes Equipment und neueste Technik sind meines Erachtens nicht unbedingt die Basis für kribbelnde Erotik. Ich favorisiere den zurückhaltenden Einsatz von Technik. Nicht das lichttechnisch perfekte Foto ist mein Ziel, sondern das Foto, das atmosphärisch bewegt und erotische Geschichten erzählt.
Für ein herausragendes Aktfoto sollte daher in erster Linie die Chemie zwischen Fotograf und Model stimmen. Schließlich zeigt sich das Model nackt vor einem Fremden. Gerade weil man als Fotograf die Intimität mit seinem Objektiv durchbricht, muss hier das Vertrauen zwischen Model und Fotograf bestehen.
Dazu gehört auch, dass ich ein Model während des Shootings nie anfasse, das ist für mich tabu. Was ich fotografisch umsetzen möchte, das kann ich auch verbal beschreiben. Im Zweifel legt meine Visagistin "Hand an", um verrutschte Strumpfbänder zu korrigieren oder Haare aus dem Gesicht zu streichen.
Qualität wird belohnt
Meine Bilder wurden bereits in Kalendern und Fotolehrbüchern beispielhaft veröffentlicht. Außerdem hatte ich Strecken in "Penthouse", "Fine Art Fotomagazin", "view", "Rolling Stone", "ARTUR", "Good Times", "Mercedes Magazin" u.a. Zuletzt habe ich für den aktuellen "Liqui Moly" Kalender, Auflage 120.000 Stück, 14 Modelle fotografiert.
Mitte des Jahres 2011 werden einige meiner Bilder im Rahmen der Pirmasenser Fototage einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt. Ein bis zwei Mal im Jahr gebe ich mein Wissen interessierten Fotografen im Rahmen eines "Akt-Workshops im Schloss" weiter. Der Umgang mit Models und die Integration der Location stehen dabei im Vordergrund, um Fotos im Penthousestil zu zaubern. Weniger Theorie und Technik, sondern praktisches Fotografieren stehen bei diesen Kursen im Fokus.
Meine Philosophie dabei: "Niveauvolle Aktfotografie - kombiniert mit außergewöhnlichem Raumdesign. Es reizt mich einfach, den weiblichen Eros perfekt in Szene zu setzen."
Gutes Modeln - eine nicht zu unterschätzende Kunst
Ich habe mittlerweile über 100 Modelle geshootet, darunter zahlreiche Playmates, Pets und andere Schönheiten, alle aus der ersten Liga. Leider sind viele Mädchen "nur schön". Zu einem professionellen Model gehört jedoch deutlich mehr: Professionelles Verhalten, abwechslungsreiches Posing, variantenreiche Mimik, Ausdauer, Geduld, Begeisterung und Ausstrahlung! Insofern bevorzuge ich mittlerweile eher "reifere" Fotomodelle mit Model-Erfahrung in der Altersklasse 25-30, denn junge, überdrehte, glatt rasierte Mädels.
Natürlicher Schönheit gebe ich den Vorzug gegenüber zu intensivem Tuning mittels Silikon, Tattoos oder Piercings. Geschmacklich lege ich mich dabei kaum auf einen Modelltyp fest. Die Kunst des Fotografen besteht eher darin, aus jedem Model das Beste herauszuholen. Die individuellen Schokoladenseiten herauszuarbeiten und die persönlichen Schwächen fotografisch zu übersehen, fällt bei einer Playmate des Jahres natürlich leichter...
Am Set ist von Erotik keine Spur: Gute Aktfotos sind harte Arbeit
Im Gegensatz zu den Konzertaufnahmen, bei denen man als Fotograf Spielball der künstlerischen Leitung und des Goodwills des Managements ist, habe ich bei meinen Fine-Art-Projekten ganz andere Möglichkeiten. Intensive Vorbereitung, Planung und Recherche zeichnen meine Shootings aus.
Meine Locations bedürfen einer langfristigen Planung und Organisation. So stehen beispielsweise Museen meist nur montags zur Verfügung, andere Räumlichkeiten nur nachts oder am Wochenende. Models, die mit mir auf Tfp-Basis zusammenarbeiten, kommen aus ganz Deutschland, Österreich, Schweiz oder Italien. Ein Shooting dauert rund 4-6 Stunden. Insofern ist eine Anreise am Vorabend obligatorisch, will man ein gutgelauntes und ausgeschlafenes Model vor der Linse haben.
1000 Klicks für ein Hammerbild
Ich vertraue am Set immer auf die Fähigkeiten einer professionellen Visagistin. Sie trägt dazu bei, möglichst perfekte Bilder zu erzielen und die notwendige Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.
Denn egal wie toll ein Mädchen aussieht, ich mache mit einem schlechtgelaunten Model keine fünf guten Bilder.
Bei einer so aufwändig geplanten Produktion entstehen bis zu 1000 Aufnahmen. Meine Models können dann aus einer Vorauswahl der 100 besten Pics ihre Favoriten wählen.
Diese Fotos werden in Photoshop zeitaufwändig retuschiert.
Wenn ich von den Ergebnissen überzeugt bin und das Model einverstanden ist, biete ich diese Bilder dann Magazinen zur Veröffentlichung an.




























