17.07.2009

Andreas Wiegand

Fotografien als Skizzen eine künstlerischen Prozesses

Andreas Wiegand

Das Junimotiv unseres JOYclub-Kalenders für das Jahr 2009 stammte von dem JOYclub Fotografen Andreas Wiegand, der als AWi unsere Community bereichert.

Wir haben den Fotografen mit dem ungewöhnlichen Motto: "Fotografieren können andere besser; ich knips nur Bilder, weil ich zu faul zum Malen bin..." bereits im Rahmen des bei uns vorgestellten Ferner Orient ganz nah Shootings ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Mit diesem Artikel wollen wir euch den Fotografen, der sich all sein Können autodidaktisch aneignete und sich selbst als Kunstlüstling bezeichnet, noch eingehender vorstellen. Natürlich im Verbund mit einer kleinen Werkschau, die repräsentiert, was er am Besten kann.

Zur Person

Andreas WiegandAndreas Wiegand
Andreas Wiegand
1951 geboren, erlernte Andreas Wiegand den Beruf des Schornsteinfegers, um nach seiner Meisterausbildung einen Kehrbezirk zu übernehmen, den er bis heute betreut. AWi ist verheiratet und hat ein Kind, welches ihn bereits zu Opaehren kommen ließ.

Sein Weg

Andreas Wiegand

In seiner Freizeit besuchte er verschiedene Malzirkel und schloss eine Ausbildung in den bildenden Künsten an, um gleich danach einen eigenen Malzirkel zu leiten.

Zur Fotografie kam er dann aus "Zeitgründen", denn er begriff die Fotografie als schnellste "Skizze" und er hofft inständig, diese "Skizzen" auch irgendwann einmal in eigenhändig gefertigte Gemälde oder Skulpturen umsetzen zu können.

Bis dahin nimmt die Fotografie die primäre Stelle in seiner Freizeitgestaltung ein, was vor allem durch die Einführung der Digitalfotografie noch forciert wurde.

Sein Wissen über die Bildbearbeitung hat er sich in einschlägigen Foren, durch Fachbücher und Freunde erworben.

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Seine Schwerpunkte

Andreas Wiegand

Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Menschen, respektive seiner "besseren" Hälfte. So verleiten ihn vor allem eben Frauen und die Darstellung des weiblichen Körpers zu immer anderen Auslegungen eigentlich altbekannter Themen. Für ihn ist die Kunstwelt voll von Anregungen. Was in ihm aber auch den Wunsch erweckt, einmal etwas zu fertigen oder herzustellen, was so noch nicht gesehen wurde.

Dabei kommt die Erotik in seinen Arbeiten niemals zu kurz, was seiner Vorliebe zu derselben geschuldet ist. Momentan verfolgt er verschiedene Projekte, die durchaus den einen oder anderen Bildband füllen könnten. Sein Projekt Hexen sei stellvertretend genannt. Des Weiteren laufen momentan die Vorbereitungen für ein Shooting auf und im Wasser und für eines zum Thema: "deftige Frauenportraits".

Sein Stil

Andreas Wiegand

AWi sieht sich selbst durch den Stil der gemalten Werke der alten Meister und diverser moderner Künstler geprägt, weshalb er versucht, in seinem Schaffen das Malerische mit der Fotografie zu verbinden. Zu zeigen, dass die "alten Meister" gar nicht so altbacken sind, ist dabei sein größtes Anliegen.

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Seine Arbeitsweise

Andreas Wiegand

Dass dieser Eigenanspruch auch seine Art zu arbeiten beeinflusst, ist klar und wird von Andreas Wiegand selbst einmal anhand eines Bildes aus seinem Oeuvre beispielhaft und sehr verknappt dargestellt.

Als Ausgangspunkt dient mir ein gutes Basisbild, welches günstigerweise im RAW-Format vorliegt, um das Letzte aus dem Farbumfang herauskitzeln zu können. Dann wird das Basisbild in Lightroom "entwickelt" und in Photoshop folgen diverse Korrekturen, wie die Glättung der Haut, die Beseitigung von Irritationen, die Entfernung störender Bildelemente oder das partielle Schärfen bestimmter Bildbereich, um dem Bild Tiefe zu verleihen.

Im nächsten Schritt wird das Foto mit einer Textur überlagert, die meinen Ansprüchen genügt und eben das malerische Element in meinen Bildern betonen soll. Diese Textur wird mittels bildbearbeitungsprogramminterner Verrechnungsmodi an meine Bedürfnisse angepasst, danach stelle ich die optimale Deckkraft der Ebene ein, lasse die Ebenen vom Programm verschmelzen, fertig ….

Und hier noch einmal alles grob verbildlicht
Und hier noch einmal alles grob verbildlicht

Die Schritte kann ich hier nur allgemein halten, da sie sich von Bild zu Bild unterscheiden. Jedes digitale Bild sollte meiner Meinung nach vor einer Veröffentlichung mehr oder weniger bearbeitet werden, um die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen. Am wichtigsten dabei ist mir, dass vor der Aufnahme das Bild und deren Komposition schon im Kopf da sein müssen.

Andreas Wiegand

Das wiederum ist der Ausgangspunkt, um Vorarbeiten wie die Wahl des Models, der Location, der Accessoires und der Fototechnik durchzuführen. Bei der Aufnahme achte ich sehr auf die Komposition, um mich möglichst dem goldenen Schnitt zu nähern, was beständige Korrekturen am Posing oder bei den Requisiten notwendig macht. Wenn soweit alles passt, dann kann ausgelöst werden.

Meine Themenshootings - wie das Ferner Orient ganz nah Shooting - können sich durchaus über drei Stunden hinziehen und verlangen vollen Einsatz des Models. Wichtig dabei ist dann vor allem die Kommunikation zwischen allen Beteiligten und zwischendurch bekommt das Model immer wieder die Aufnahmen zu sehen, einfach um zu wissen, dass sich sein Einsatz lohnt.

Andreas Wiegand

Nicht zu vergessen ist die Arbeit der Visagistin, ohne die die Bildbearbeitung unnötig umfangreicher wäre. Auch die Punkte der Vertragsabwicklung und der Einholung einer Einverständniserklärung der Besitzer von Locations, in diesen arbeiten zu dürfen, sollten niemals vergessen werden.

Was ich sagen möchte, ist, dass es nicht reicht, eine Spiegelreflexkamera und ein williges Model zu haben, um einigermaßen gute Bilder zu machen. Und wo wir bei dem Thema Kamera sind: Ich benutze eine Bridge-Camera mit hoher Auflösung, belächelt von den Profis, aber für meine Zwecke mehr als ausreichend.

Seine Veröffentlichungen

Andreas Wiegand

Im Selbstverlag hat Andreas Wiegand bisher zwei Fotobände zusammengestellt, die aber nicht thematisch geordnet sind, sondern eher einen Abriss seines bisherigen Schaffens darstellen. Neben kleineren lokalen Ausstellungen ist eine Ausstellung seiner Werke in Hamburg das klare Highlight seines bisherigen Schaffens.

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Weitere Themen

Felix Leonhard Steck
liebt erotische Spannungsverhältnisse ebenso wie kräftige Farben, die den Blick des Betrachters lenken.

Corwin
setzte sich in einem Fotowettbewerb gegen starke Konkurrenz aus ganz Deutschland durch.

Thomas Schober
Der Fotograf möchte mit seinen Bildern zeigen, was ihm wichtig oder interessant erscheint. Ein Portrait ...

Kommentare

ja ...

...dass ist wirklich sehr gut, was ich da an arbeiten sehe.

es sind schon recht viele künstler hier und auch durchweg solche mit echtem künstlerischen anspruch, die arbeiten von andreas wiegand sind da dennoch eine besondere ART.

respekt, kollege der erotischen kunst.

lg

stefan hallerbach
hallo kollege

ich habe deine arbeiten im westin grand hotel angesehen und muß neidlos sagen, klasse arbeiten und weiter so.
für deinen weiteren beruflichen werdegang alles gute und liebe.
liebe grüße
Fotoagentur Edelsteinkönig München
merci

endlich mal was wirklich anspruchvolles, innovatives. endlich mal wirkliche kunst im jc, anders als die 1000ste schwarz weiß schwitzender körper schatten aufnahme die meine augen ermüdet-
vorallen das bild welches dem abenmal ähnelt fasziniert!
.... ausdrucksstark!

Super schöne, esthetische Aufnahmen.
Ich finde es sehr interessant, wenn Bilder dazu animieren, noch einen Augenblick länger hinzuschauen, weil man merkt, dass man noch nicht alles erkannt hat ... sehr sehr schön!
sehr schöne Fotos

sehr ästhetisch, phantasievoll und vor allem, die Phantasie anregend.

Auch die Gestaltung der Motive finde ich interessant. Nicht alltäglich.
Kompliment

Ein ganz großes Kompliment.
Einfach fantastisch deine Fotokunst.
Wozu noch malen?

Sowohl ein großartiger Künstler, als auch ein sehr netter Privatmensch.
Wer beruflich so viel im Dreck wühlt, muss einfach eine so saubere Arbeit machen *g*

Corwin
anders und doch ... AWi

Im Gruppenforum „Grafiker“ hat AWi etwas versteckt, was ziemlich überraschend, vor allem aber ziemlich genial ist: Die Grafiker: Hommage á Gustav Klimt

Auch dem Leipziger Stadt - und Kulturmagazin BLITZ! Ausgabe 7/8/2009 waren die wunderbaren Arbeiten und Ausstellungen von AWi wert, ihm auf Seite 13 einen Artikel zu widmen.

Herzlichen Glückwunsch auch dazu! *g*
wow

einfach nur genial....!!!!!

ich frage mich immer wieder, wie man soetwas ausdrucksstarkes hinbekommt!!!!
respekt!!!!
  • Neu hier? Kein Problem!
Der Fotograf
Andreas Wiegand
Andreas Wiegand ist in unserer Community als AWi zu finden.
Weitere Bilder
Andreas Wiegand
In dem Artikel Ferner Orient ganz nah präsentierten wir bereits Bilder von AWi. Schaut doch noch einmal vorbei ...