Wir füllen mit diesem Portrait eine Fehlstelle in den Steckbriefen der Macher unseres JOYclub-Kalenders für das Jahr 2011, bevor wir demnächst mit den Fotografen des neuen Kalenders für 2012 durchstarten. Widmen wir uns also Alexander, der in unserer Community als pixelmoments unterwegs ist und das Motiv für den Monat Mai 2011 beisteuerte.
Alexander sieht sich selbst als Amateurfotograf mit professionellem Anspruch. Seine Haupt-Aufnahmebereiche sind Teilakt, Akt und Pinup-Fotografie. Er liebt es, mit knalligen Farben zu spielen und mit dramatischem Licht Spannung aufzubauen. Wie er selbst sagt, fotografiert er, was ihm gefällt und wie es ihm gefällt. Beispiele für seine Fotowelten präsentieren wir euch hier und gewähren euch einen kleinen Einblick in sein Leben.
- Inhaltsverzeichnis
- Der Fotograf entwickelt und baut selbst Digitalkameras
- Autodidaktisch zum Aktfotografen und Videofilmer
- Die Aktfotografie entwickelt sich immer weiter
- Fotografische Ausrüstung ist nicht mehr als ein Werkzeug
- Foto- bzw. Aktmodels brauchen ein gutes Körpergefühl
- Das bringt die Zukunft für den Aktfotografen
- Kommentare
Der Fotograf entwickelt und baut selbst Digitalkameras
Alexander gehört zur '68er-Generation. Nach dem Abitur studierte er Elektronik und widmete sich der Entwicklung von Software. Heute verbringt er seine Werktage mit der Entwicklung und dem Bau von digitalen Kameras. Seine Freizeit gehört im Wesentlichen seiner Familie. Als Vater von drei Kindern gibt es hier immer genug zu tun. Die Fotografie steht daher für ihn erst an dritter Stelle.
Autodidaktisch zum Aktfotografen und Videofilmer
Der Weg zur Fotografie begann für Alexander schon im Alter von sieben Jahren, als er mit den Kameras seines Vaters Dia-Filme belichtet oder Super-8-Filme gedreht hatte. Seine erste Spiegelreflexkamera bekam er mit zwölf Jahren geschenkt. Zu dieser Zeit hatte er begonnen, Bücher über die Fotografie zu lesen. Das Interesse an der Fotografie ging allerdings während seines Studiums zurück, dafür wuchs sein Interesse an der Videografie. Mitte der 90er Jahre beschäftigte er sich folgerichtig mit der digitalen Videobearbeitung, schnitt, vertonte und bereitete Videofilme digital auf.
Mit der Geburt seiner Kinder war der Zeitpunkt für Alexander gekommen, sich wieder vermehrt der Fotografie zuzuwenden. Die Anschaffung einer digitalen Spiegelreflexkamera war für ihn der Beginn einer anderen Art der Fotografie. Kurze Zeit später hatte er als Kunde im Fotostudio eines anderen Fotografen ein weiteres Schlüsselerlebnis: er erkannte die Bedeutung von Blitzanlagen und Lichtformern und beschloss, sich intensiver damit auseinander zu setzen.
Er beschaffte sich eine geeignete Ausrüstung, hatte aber keine Ahnung, wie sie richtig einzusetzen war.
Schulungen, Workshops, Selbststudium, Bücher und das Internet halfen ihm, nach und nach das notwendige Wissen aufzubauen. Dabei fand Alexander den Weg zur Model-Fotografie und speziell auch zur Aktfotografie.
Recht schnell merkte er, dass er aber mit den Aufnahmen "out of the box" nicht zufrieden war und erkannte für sich, wie wichtig die digitale Bildbearbeitung für seine Arbeiten ist.
Die Aktfotografie entwickelt sich immer weiter
"Das Schöne an meinem Hobby ist, dass man sich immer weiter entwickeln kann. Schwerpunkte verändern sich, Sichtweisen verändern sich, Techniken verändern sich. Ich probiere immer wieder gerne Dinge aus, die für mich neu sind."
Nach seinem Stil befragt, gibt Alexander zu Protokoll, dass die Bildbearbeitung zu seinem Arbeitsprozess einfach dazu gehöre und einen hohen Stellenwert habe. Des Weiteren arbeite er nahezu immer mit Kunstlicht - auch außerhalb von geschlossenen Räumen -, könne er mit dem gezielten Einsatz von Blitzlicht doch Effekte erzielen, die man bei der Nachbearbeitung noch weiter herausarbeiten könne.
Fotografische Ausrüstung ist nicht mehr als ein Werkzeug
"Ich werde immer wieder gefragt, mit welcher Ausrüstung ich arbeite. Die Ausrüstung ist in erster Linie ein Werkzeug, das funktionieren und gleichbleibend gute Qualität garantieren muss. Die Geräte liefern mir das Rohmaterial, das ich am PC mit Photoshop weiter bearbeite. Die Arbeit am PC nimmt dabei wesentlich mehr Zeit in Anspruch als die reine Tätigkeit des Fotografierens."
Die Arbeit "on location" empfindet Alexander als spannender als die im Studio. Die Herausforderung besteht für ihn dabei darin, den vorhanden Hintergrund und die am Ort vorhandene Beleuchtungssituation in das Bild einzubauen. Allerdings hat er keine wirkliche Präferenz bezüglich des Aufnahmeortes, ist ihm doch absolut bewusst, dass es immer auch Aufnahmen geben wird, die sich im Studio einfach besser umsetzen lassen.
Foto- bzw. Aktmodels brauchen ein gutes Körpergefühl
Die Wahl seiner Models erfolgt auf unterschiedliche Art. Teilweise sucht sich Alexander ein passendes Model zu einer Bildidee. Das Aussehen des Models muss in diesem Fall absolut zur Bildidee passen. In anderen Fällen melden sich Models bei ihm und er sucht nach Bildideen, die zu diesem Modeltyp passen.
Wichtig bei der Zusammenarbeit mit einem Model ist ihm, dass der Mensch, der vor der Kamera steht, in sich stimmig ist. Alexander setzt demzufolge bei einem Model ein gutes Körpergefühl voraus. Und eine professionelle Einstellung ist ihm sehr wichtig, d.h. er erwartet Ernsthaftigkeit bei der Arbeit. Er mag es, wenn Models mit eigenen Ideen kommen bzw. während des Shootings eigene Ideen entwickeln. Models, die vor Alexanders Kamera stehen wollen, sollten darum auch zu Experimenten bereit sein.
Die Kontaktaufnahme erfolgt meist per Mail oder PN, in denen Alexander gerne auch die Ziele des Shootings und diverse Ideen abklärt. Bei seinen Shootings setzt er auf professionelle Zusammenarbeit in möglichst entspannter Atmosphäre. Dass alle am Shooting Beteiligten Spaß am Fotografieprozess haben, gehört für Alexander untrennbar dazu und gegenseitiger Respekt zwischen Fotograf und Model ist ihm wichtig. Gerade bei der Aktfotografie gehört Vertrauen dazu. Und Vertrauen kommt von Zutrauen.
Die Nachbearbeitung der Bilder dauert einige Tage. Die Ergebnisse versendet er sofort per Mail in webtauglicher Auflösung. Am Ende des Bearbeitungsprozesses verschickt er dann alle bearbeiteten Bilder in voller Auflösung auf CD per Post.
Das bringt die Zukunft für den Aktfotografen
"Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung. So ist mein derzeit größtes und wichtigstes Projekt meine Familie. Mit der Geburt meiner Tochter ist die Fotografiererei in den Hintergrund geraten. Ich bin mir sicher, das wird sich auch wieder ändern."
































