
Das Paarmotiv des Monats April in unserem JOYclub-Kalender für das Jahr 2011 steuerte unser Mitglied calvato bei, dessen Schaffen und Wirken wir euch in seinen eigenen Worten einmal näher bringen wollen.
Infolgedessen lauschen wir gespannt calvatos Ausführungen, durch dessen Aktfotos sich laut eigener Aussage Motive von Körpern, Frauen, Schmutz und Bondage wie ein blauer Faden ziehen. Blau? Ja, denn calvato hat die Farbe Blau für sich reserviert und angeblich sogar mitgeprägt. Damals ... Als die Farbe erfunden wurde ;)
Viel Spaß also beim Betrachten der blauen Bilderwelten von calvato.
calvatos Aktfotos leben von Improvisation statt Technik
Ich fotografiere, bin aber definitiv kein Fotograf… Es gibt sicherlich einige Regeln, die ich breche, aber sowohl die technische Seite als auch die goldenen "Das-tut-man-nicht-Regeln" sind mir ziemlich egal. Ich inszeniere selten, dafür improvisiere ich umso mehr.
Ich bin ein Low-Light-Fanatiker, ein Restlicht-Verwerter. Ich mag es, mit möglichst wenig Equipment das möglichst maximale Ergebnis zu erzielen. Technik ist nicht mein Freund, weniger ist mehr. Schließlich macht nicht die Kamera das Foto, sondern der Fotograf.
Deshalb ist mein Equipment generell extrem simpel. Für den, den es interessiert: Ich habe eine Kamera, 1-2 Objektive und ein Model. Normalerweise nicht mehr. Ich fotografiere am liebsten auf einer coolen Location, die an sich schon eine besondere Atmosphäre hat.
Ich nutze so gut wie nie zusätzliches Licht, sondern nur das, was schon vorhanden ist, also "available light". Der Rest wird einfach improvisiert. Mittlerweile besitze ich zwar auch eine Blitzanlage, mit der ich im Studio fotografieren kann, allerdings mit weit weniger Spaß als Outdoor.
Was meine Nachbearbeitung angeht, beschränkt sich das fast ausschließlich darauf, dass ich eine Gradationskurve hereinschmeiße. Das geht sehr schnell und das muss es bei mir auch, denn alles, was in der Nachbearbeitung über 20 Sekunden dauert, ist mir zu lästig. Und wenn ich mal zwei Minuten für ein Bild brauche, habe ich beim Fotografieren etwas grob falsch gemacht.
calvato und die Farbe Blau in seinen Aktfotos
Als ich noch analog fotografiert habe, habe ich fast ausschließlich mit S/W-Filmen gearbeitet. Denn normale Farbfilme waren mir immer "zu bunt", sahen irgendwie billig aus. Als ich dann aus Kostengründen zum digitalen Medium gewechselt bin, habe ich die entstandenen Fotos auch meist in S/W gewandelt.
Irgendwann bin ich (nach Hilfestellung eines befreundeten Fotografen) auf den Trichter gekommen, den Farbfotos durch einen falschen Weißabgleich die Farbigkeit zu nehmen und das Monochrome (in blauer Form) zurück zu geben. So haben meine Bilder zwar Farbe, sind aber nicht zu "bunt". Und: ich mag blau!
Eckpfeiler der Zusammenarbeit mit calvato: Spaß und Engagement
Ich liebe es, mit Leuten zusammenzuarbeiten. Ich entwickle gerne gemeinsam mit meinen Models Ideen, aber auch Projekte mit anderen Künstlern und Fotoschaffenden finde ich sehr spannend! Let's join forces!!!
Bei einem Model sind mir zwei Dinge sehr wichtig: Sympathie und dass man Gas gibt. Aussehen ist natürlich auch nicht unwichtig, aber mir sind Menschen lieber, die sich reinhängen und Gas geben. Was nützen mir besonders "schöne" Modelle, die nichts weiter als "schön" sind. Ich verlange vielleicht manchmal nicht wenig von ihnen (sich in den Dreck schmeißen, ist quasi Grundvoraussetzung
), aber das Shooting sollte trotzdem Spaß machen. Nein, ein gutes Shooting MUSS immer Spaß machen! Ich lache gern und viel, und je dramatischer das Foto ist, umso lustiger ist die Entstehung.
Veröffentlichungen hatte ich einige, national wie international, in Magazinen, Büchern, Ausstellungen. Aber ich fotografiere in erster Linie mehr zum Spaß. Und natürlich freue ich mich über Feedback jeder Art!
Film verdrängt die Aktfotografie
In den letzten Monaten habe ich die Fotografie allerdings sehr zurückgeschraubt, weil ich etwas Neues für mich gefunden habe: FILM! Seit man mit den digitalen Spiegelreflex-Kameras fantastische Videos machen kann, hat es mich völlig gepackt....
Endlich kann ich das umsetzen, was ich schon immer machen wollte. Ideen in bewegte Bilder umsetzen und mit meiner eigenen Musik versehen (ich bin nämlich Musiker von Beruf). Deshalb suche ich gerade verstärkt in diesem Bereich Models. Ich fotografiere im Moment nur noch, wenn das Model, die Idee oder die Location mich umhauen.
Der Kurzfilm "Closer" von calvato
Genießt calvatos sehr stimmungsvollen Kurzfilm "Closer".
Und ein Statement zum Schluss: Poposhop is doof!




























